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Zoologische Exkursion: Kalkmulden der Eifel

- Bericht von Betti -

Am frühen Freitagmorgen des 25. Juni versammelten sich bei schönstem Sonnenschein ein Grüppchen von elf verschlafen wirkenden Studenten und einem angeschlagenen Professor hinter dem Komplex des Seminargebäudes. Unter allgemeinem Gähnen und einigen dazwischen geworfenen Hust- und Nieslauten wartete man auf die Ankunft der zwei Kleintransporter, welche die biologisch interessierte Gruppe in die Eiffel fahren sollen.

Nach etwa sieben Stunden Fahrt, einigen Spielen zum Zeitvertreib und unbequemen Nickerchen war das Ziel dann endlich erreicht: Gerolstein (der bekannte Herkunftsort eines bestimmten Mineralwassers im Westen der Eiffel). Dort angekommen ging es nach einer kurzen Pause in der die Unterkunft begutachtet wurde auch gleich wieder los. Die beiden Kleinbusse brachten uns in das nahe gelegene Steffeln, wo wir mit einem Förster, namentlich Hubertus Becker, zusammenstießen. Jener Förster, ein lustiger und vor allem engagierter Mann, zeigte uns den Nachmittag über Teile seines Reviers und erklärte uns Maßnahmen und Vorgehensweisen naturnaher Forstwirtschaft. Zugleich wurden Probleme mit Pächtern, Staat und Gemeinden, Landwirten und Bewohnern naher Ortschaften diskutiert.

Am Abend folgte ein Ansitz ebenfalls unter der Leitung des o.g. Försters. Erschöpft aber glücklich über das Erlebte ging es dann nach drei Stunden Ansitz (das heißt relative Bewegungslosigkeit bei ca. 10°C) zurück in die Herberge.

Der nächste Morgen begann für die kleine Gruppe von Biologiestudenten und Landschafts-Architekten bereits gegen halb acht. An diesem sonnenreichen Samstag ging die Fahrt in das „Wirfttal“ nahe Stadtkyll. Begleitet wurde die Gemeinschaft vom Biotop-Schützer Ostermann und Professor Dr. Klaus Cölln von der Uni Köln. Diese beiden Herrschaften machten sich den gesamten Tag über die Mühe den Studenten Aspekte und Arbeitsweisen des Biotop- und Artenschutz anhand von Magerrasenbiotopen und dem Biotop „Dorf“ nahe zu bringen. Eindruck hinterließen vor allem das Engagement der beiden Begleiter, die erstaunlich gute Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Institutionen und den Arbeits- und Organisationsaufwand, den Naturschutz mit sich bringt.

Eine Römerausgrabungsstätte und der „Vulkangarten Eiffel“ waren das Programm für den späten Nachmittag, wobei sich genannter Vulkangarten als geologisch interessant, touristisch (und auch biologisch) aber etwas fehlgeschlagen entpuppte.

Der Abend klang bei Käse, Weißbrot und Rotwein und einigen interessanten Diskussionen gemütlich aus. Leider war damit nun auch die Exkursion fast schon am Ende. Auf dem Weg Richtung Heimat machten wir einen kurzen Zwischenstopp in Niedermanderscheid. Dort ließen wir uns beim Besichtigen zweier mittelalterlicher Burgen einwenig in die Vergangenheit entführen. Dann ging es letztendlich wieder zurück nach Dresden.

Download: Protokoll Eifelexkursion Format: pdf

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